HUGO VON HABERMANN (1849-1929)
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Detailansicht

Judith im Zelt des Holofernes, 1873



Öl auf Leinwand
176.00 x 114.00 cm

Signatur
bez. u. r. 1873 Habermann

Standort
Privatsammlung, Süddeutschland

Die Erzählung von Judith, einer schönen und gottesfürchtigen jüdischen Witwe, und Feldherrn Holofernes, dem Feldherrn der Assyrer, entstammt dem Alten Testament bzw. den Apokryphen.

Judith ging ins Lager der Assyrer, die ihre Heimatstadt Bethulia belagerten, um ihr Volk zu befreien. Nach einem Festmahl, zu dem sie Holofernes geladen hatte, wurde sie mit dem betrunkenen Feldherrn in dessen Zelt alleine gelassen. Nun folgte allerdings nicht die von Holofernes ersehnte Liebesnacht, sondern Judith enthauptete den Assyrer mit dessen Schwert und schmuggelte sein Haupt aus dem Lager. Die Kopftrophäe wurde schließlich über die Stadtmauer von Bethulia gehängt, worauf hin die Belagerer die Flucht ergriffen und Bethulia sowie der Tempel in Jerusalem vor der Zerstörung verschont blieben.

Habermann wählte eine bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht dargestellte Szene der Judith-Geschichte; die aufreizend gekleidete Witwe beugt sich über Holofernes, um an dessen Schwert zu gelangen und ihn anschließend zu enthaupten. Durch diese Gestaltung wird innerhalb des Bildes sowie beim Betrachter große Spannung erzeugt, v.a. auch deswegen, weil das Gemälde beinahe lebensgroß ist. (Kathrin Reining)

Provenienz
Laut Auskunft der Galerie Konrad Bayer gelangte das Bild aus der Privatsammlung Habermanns 1916 nach England. Dort wurde es 1979 bei Sothebys versteigert.(Sotheby's London, Sale 28.11.1979, Lot 209, abgebildet im Katalog).

Literatur
Ausstellungskatalog der Modernen Galerie Thannhauser, München 1912, Nr.1 (Abb.)

Abbildung
mit freundlicher Genehmigung der Galerie Konrad Bayer

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Quelle: http://www.hugo-von-habermann.com

Sabine Scheele, 2005 - 2011

 
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